• Im Dialog mit Nationalratskandidat Patrick Dürr

Im Dialog mit Nationalratskandidat Patrick Dürr

02.10.2019

Am 20. Oktober 2019 stehen bereits eidgenössische Wahlen an. Wir lassen HEV-Vorstandsmitglieder, welche sich dieser Wahl stellen, seit Jahresbeginn gezielt zu Wort kommen.

Sie politisieren seit mehreren Jahren im St.Galler Kantonsrat. In welchen Themen konnten Sie die grössten Erfolge verbuchen?
Als Mitglied der Finanzkommission war ich mitbeteiligt an der Konsolidierung der Kantonsfinanzen und an der breit abgestützten Steuerreform. Die Steuerreform bringt namhafte finanzielle Entlastungen für unsere Unternehmen wie auch für die natürlichen Personen. Nach der knappen Ablehnung der Volksabstimmung «Sicheres Wohnen im Alter» konnten wir HEV-Vertreter im Kantonsrat die Einführung des Unternutzungsabzugs und die Härtefallregelung beim Eigenmietwert bewerkstelligen. Insbesondere die Einführung der Härtefallregelung war enorm wichtig. Wir stellten fest, dass Eigenheimbesitzer mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben, weil ihre AHV-Rente nicht ausreicht, um den Eigenmietwert zu versteuern. Diese Ungerechtigkeit konnten wir lösen.

Welche Schwerpunkte werden Sie bei einer allfälligen Wahl in Bern verfolgen?
Sich für eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Politik mit Eigenverantwortung und Solidarität einsetzen. Der Schutz des Haus- und Grundeigentums ist für mich ein zentrales Anliegen. Der Eigenmietwert und die Heiratsstrafe gehören abgeschafft. Unsere Sozialwerke müssen finanziert werden, damit die Altersrenten heute und morgen gesichert sind. Im Gesundheitswesen müssen wir das ungebremste Prämienwachstum stoppen, damit die Krankenkassenprämien bezahlbar bleiben. Die stets massiv steigenden Gesundheitskosten müssen wir endlich in den Griff kriegen.

Welches Thema beschäftig Sie derzeit am stärksten?
Die St.Galler Spitalpolitik und der Nachtrag zum Energiegesetz. Die zukünftige Spitalstrategie hat einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzen im Kanton und könnte die Konsolidierung des Staatshaushaltes gefährden. Das Leistungsangebot muss unter dem Aspekt von Wirtschaftlichkeit und Qualität überprüft werden. Beim Energiegesetz müssen die Massnahmen für die Hauseigentümer verträglich und finanzierbar bleiben.

Sie engagieren sich seit mehreren Jahren im Vorstand des HEV Kanton St.Gallen, seit 2016 sind Sie Vize-Präsident. Was motiviert Sie für diesen Einsatz?
In meiner Jugend bin ich in Miete aufgewachsen. Mit meiner Ehegattin zusammen konnte ich den Traum eines Eigenheims verwirklichen und habe so beide Seiten kennengelernt. Nach meiner Überzeugung schafft privates Eigentum Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit. Wohneigentümer sind sehr wichtig für ihre Wohngemeinde. Sie bezahlen hohe Steuern und Abgaben, sie leisten aber auch einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Durch ihr Wohneigentum sind sie langfristig mit ihrem Quartier verbunden und engagieren sich in Vereinen. Der Wunsch eines Eigenheims soll realisierbar sein. Dazu braucht es ein gutes Umfeld für die zukünftigen Hauseigentümer und einen starken HEV. Dies ist für mich die Motivation sich im HEV Kanton St.Gallen engagiert einzusetzen.